Michael Brennan

 

Michael Brennan

(13. August 1943 in Sheffield, Yorkshire)

Seinen Anfang als News-Photograph erlebte Michael Brennen bei „The Croydon Times“.

In seiner ersten Photo-Reportage berichtete Brennan über den Rennsport. Es war der tödliche Unfall eines Speedbootfahrers. Donald Campbell schaffte es mit seinem Bot auf 527 km/h als er 1967 verunglückte. Brennan war dabei und seine Photos bekamen weltweite Anerkennung. Das bekannte Life-Magazine druckte sie, woraufhin der 24-jährige Brennan mit dem „British News Picture of the Year award“ gelobt wurde.

Es folgten Photoaufträge für „The Sun“ und die „Daily Mail“. Als Photoreporter war er unter anderem in Nordirland und dokumentierte für die Presse den Indien-Pakistan-Konflikt.

1973 ging Brennan nach Amerika. Das „Sport Illustrated magazine“ erkannte seine Qualitäten als Sportreporter. So traf er bei einem Auftrag den Box-Weltmeister Muhammad Ali. Er war bei dem legendären Kampf gegen
Earnie Shavers im Madison Square Garden dabei. Hier gelang ihm das „iconic“-Photo, welches ihn noch berühmter machen sollte.  „1977“ erzielte von Anfang an viel Aufmerksamkeit. Ein Portrait von Muhammad Ali, das einmal gesehen unvergesslich bleibt. Heute hängt eines der limitierten Aufnahmen in der National Portrait Gallery, Smithsonian Institute.

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copyright Michael Brennan

 

Der größte Boxer aller Zeiten war selbst ergriffen von dieser Aufnahme. Ali meinte später, den Schweiß und die wirklich harte Arbeit des Kampfes beim Anblick dieser Photographie wieder fühlen. Es ist eine Ikone der Photokunst, die in den wenigen Sekunden, als Ali in diese Ecke des Rings kam, wo Brennan sich platziert hatte gelang. Diesen Gesichtsausdruck musste der Photograph festhalten. Jede Kunst ist zu ihrer Zeit zeitgenössisch und bleibend, wenn sie den Zeitgeist mit trägt. Und genau das war hier der Fall. Brennan konnte in diesem Gesicht, in diesem Moment lesen, was in Ali empfand. Nur eine hundertstel Sekunde und Michael Brennan hatte jenes Photo von „The Greatest“, das  er immer haben wollte.

Michael Brennan nahm in vielen Jahrzehnten zahlreich Persönlichkeiten aus Politik, Film und Sport auf, wobei ihm so mancher Augenblick im Ausdruck des porträtierten einen Blick hinter die Fassade gestattete. Er porträtierte zum Beispiel Queen Elizabeth II, Nelson Mandela und Princessin Diana. Er war der Photograph von Pelé, George Best und Jimmy Carter und bekam Mick Jagger, John Lennon, den großen Frank Sinatra, die Streisand ebenso in den Fokus wie Fidel Castro oder Tony Blair.

Musikerlegenden wie Paul McCartney, Rod Stewart, Freddie Mercury, Jimmy Page, das gemalte Gesicht von Alice Cooper, den großen Elvis Presley und viele andere. Seine Photos fanden sich in Sport-, Musik- und Glamour-Magazinen wie Sports Illustrated, Life magazine, Rolling Stone, Stern magazine, The Australian, The New York Times, The Australian, Bunte (Germany), The Sunday Times, Asahi Shimbun aus Japan und viele mehr. Er photographierte auch Joe Frazier, George Foreman,  Mike Tyson, Bjorn Borg, Andre Agassi,  Artur Rubenstein, Tommie Smith,  Jackie Kennedy-Onassis, Henry Miller, Lennox Lewis und viele andere.

Heute lebt Michael Brennan in Costa Rica.

Auszeichnungen:

  • 1967 „British Picture of the Year“,
  • 1969 „British Photographer of the Year“,
  • „1977“-Photographie als Ikone der Photographie in Smithsonian National Portrait Gallery gezeigt.

 

PRESSESPIEGEL ZUR AUSSTELLUNG:

The Greatest. Muhammad Ali in Original-Photographien von Michael Brennan

BR 3 Die Abendschau Stephen Hoffman und Redakteurin Emel Ugurcan, Foto: Helga Waess, 2016

BR 3 Die Abendschau Stephen Hoffman und Redakteurin Emel Ugurcan, Foto: Helga Waess,